Was passiert in den Workshops

Was passiert in einem Abendworkshop?

Theoretisches Wissen über Zivilcourage ist gut, aber schwer im Alltag umzusetzen. In den Workshops wollen wir deshalb v.a. Zivilcourage praktisch einüben. Daneben gibt es natürlich Informationen und Tipps für zivilcouragiertes Eingreifen.

Foto: Viktoria Kühne

Wie ist so ein Workshop aufgebaut?

Zuerst gibt es eine Begrüßung und eine kurze Einführung. Dann teilen wir uns in Kleingruppen auf. Dabei wollen wir v.a. Zivilcourage praktisch auszuprobieren. Das heißt: Wir üben in einem Rollenspiel an einer konkreten Situation, was möglich ist. Daneben gibt es Tipps und Informationen, was hilfreich ist. Anschließend kommen wir wieder in der großen Gruppe zusammen. Dann ist Zeit und Raum für alle noch offenen Fragen.

Was passiert in den Rollenspielen?

Foto: Viktoria Kühne

Rollenspiele helfen uns, konkrete Situationen direkt zu erfahren, ohne ein großes Risiko einzugehen. Wir können dabei Situationen “durchspielen” und daran Handlungsmöglichkeiten ausprobieren. Wir “schlüpfen in Rollen”, die uns möglicherweise erst einmal fremd sind, und in eine Situation, die wir nicht kennen. Dies geschieht aber im “geschützten Rahmen”: Wir können dabei jederzeit stoppen und aus der Situation aussteigen, oder auch noch mal von vorne anfangen und etwas anderes tun. Dies hilft uns, verschiedene Formen zu erfahren und zu schauen, was uns und der Situation angemessen ist. Was wir praktisch im Rollenspiel ausprobiert und eingeübt haben, können wir leichter in der Realität im Alltag umsetzen.

Muss ich mich vorbereiten?

Nein. Dass Sie sich für das Thema interessieren, Zivilcourage üben möchten und deshalb für einen Workshop anmelden, ist als Vorbereitung ausreichend. Sie brauchen keine Vorkenntnisse.

Was sollte ich mitbringen?

Bringen Sie sich selbst mit und bringen Sie sich dann auch selbst ein. Stellen Sie uns Ihre Fragen zum Thema. Wenn Sie nicht alleine kommen möchten, bringen Sie Ihre Freund_innen, Nachbar_innen, Partner_innen mit (bitte vorher anmelden).

Und da so ein Abend lang und anstrengend werden kann, bringen Sie sich am besten etwas zu trinken mit.

Was, wenn ich Zweifel habe oder ängstlich bin, ob ich zivilcouragiert eingreifen kann?

Foto: Viktoria Kühne

Dann bringen Sie diese auch bitte mit. Zweifel und Ängste sind menschlich und natürlich und wichtige Hinweise für unser Handeln. Wir werden sie nicht wegdiskutieren, sondern gemeinsam überlegen, wie wir damit umgehen.

Ich bin aber kein_e Held_in

Wir brauchen auch keine Held_innen, sondern wollen Menschen zu mehr Zivilcourage ermutigen. Die Formen sind dabei vielfältig. Wir müssen also nicht zu Held_innen werden, sondern es reicht, menschlich zu sein und respektvoll miteinander umzugehen. Jede_r Mensch soll seine/ihre Form des Eingreifens ausprobieren können.

Was sollte ich anziehen?

Da wir Zivilcourage in unserem Alltag umsetzen wollen, ziehen Sie am besten Ihre Alltagskleidung an. Bedenken Sie, dass wir praktisch üben wollen. Es kann daher sein, dass Ihre Kleidung evtl. verschmutzt wird. Wenn Sie es sich leichter machen wollen, ziehen Sie bequeme Kleidung an, in der Sie sich wohlfühlen.

Wer leitet die Workshops?

Die Workshops werden von erfahrenen “Trainer_innen” geleitet. Diese kommen aus verschiedenen Bereichen und haben unterschiedliche Erfahrungen. Was sie eint: Das Interesse für und das Wissen um Zivilcourage und Erfahrungen in der Bildungs- bzw. Trainingsarbeit.