Personenbeschreibung führt zum Täter

In einer Straßenbahn beschimpft ein 56jähriger Mann eine Frau und beleidigt sie rassistisch und sexistisch. Eine andere Frau greift ein und wird daraufhin auch beleidigt und beschimpft. Sie ruft die Polizei, die anhand der genauen Personenbeschreibung durch die Zeugin den Täter stellen kann.

(Magdeburger Nachrichten vom 16. April 2013, online hier)

Ein Tipp von uns: Der Fall zeigt, wie hilfreich genaue Personenbeschreibungen sind. Wenn Sie in einer solchen Situation nicht direkt eingreifen können oder wollen: Prägen Sie sich die Merkmale der Angreifer_innen ein und geben Sie diese Informationen der Polizei weiter!

Die Polizei zum Fahrraddieb gelotst

“Ich habe … bemerkt, wie jemand ein Fahrradschloss knackte. Ich verfolgte den Täter daraufhin auf meinem Fahrrad und sprach ihn darauf an, ob es sein Fahrrad sei. Er flüchtete. Ich konnte ihm folgen und rief gleichzeitig die Polizei, die ich etwa eine Viertelstunde quer durch die Stadt dirigierte, bis sie den Dieb schnappen konnte.”

(Aus der Nachricht eines Teilnehmers eines “otto greift ein”-Workshops, 15. April 2013)

Eine Bemerkung dazu: Zivilcourage im engen Sinn bezeichnet ein gewaltfreies Eingreifen in Gewalt- und Bedrohungssituationen. Aber vieles, was sich für diese Situationen empfiehlt, ist auch bei der Beobachtung von Diebstählen sinnvoll (wie z.B. die Polizei anzurufen). Und diese Erfahrung hat auch etwas mit Zivilcourage im engen Sinn zu tun, denn der Teilnehmer schreibt uns weiter:

“Meine Aufmerksamkeit dem Diebstahl gegenüber und die Gewissheit, ich müsse etwas tun, habe ich nicht zuletzt einem Workshop von Otto greift ein zu verdanken.”

Prügelei beim Hafenfest

Zwei Jugendliche geraten bei einem Hafenfest in Streit. Sie beginnen sich zu prügeln. Ein Mann bemerkt das und wundert sich, dass andere Umstehende nichts tun. Deshalb geht er selbst lautstark direkt zwischen die Prügelnden. Jetzt gucken die Umstehenden ihn an – und er spricht sie direkt an: “Was gucken Sie so? Helfen Sie mir! Rufen Sie die Polizei!”

(Von einem Teilnehmber beim “otto greift ein”-Workshop am 27. März 2013 erzählt.)