Aufmerksamkeit verhindert eine Sexualstraftat

Zwei Mädchen steigen in Begleitung eines unbekannten Mannes in einen Bus ein. Auf zwei andere Fahrgäste wirkt die Situation befremdlich, intuitiv schalten beide ihre Musik aus und sind aufmerksam.

“Schließlich fragt der Unbekannte die Mädchen, wo sie wohnen, wo sie hinwollen, bietet ihnen an, sie mit zu sich nach Hause zu nehmen, und [einer der Fahrgäste] merkt auf. Als der Mann den Mädchen sagt, er werde mit ihnen aussteigen, wo immer das auch sei, zieht [er] sein Smartphone aus der Tasche und tippt eine Nachricht hinein: „Ihr braucht keine Angst zu haben, ich bin bei euch“, schreibt er. Und: „Wenn er mit euch aussteigt, steige ich mit aus.“ In einem unbeobachteten Moment tippt [er] seine Sitznachbarin an und hält ihr das Telefon hin.”

Der andere aufmerksame Fahrgast macht aus sicherer Entfernung ein Handyfoto von dem Mann und steigt an seiner Haltestelle nicht aus, sondern fährt weiter mit und beobachtet die Situation.

Als die beiden Mädchen aussteigen, geht der Unbekannte hinterher. Die beiden Fahrgäste steigen mit aus, einer spricht einen anderen Aussteigenden an und stellt fest, dass dieser auch aufmerksam geworden ist.

Einer von ihnen ruft die Polizei und verfolgt den Unbekannten, der andere wartet mit den Mädchen, bis die Polizei eintrifft.

Dank dem Eingreifen der beiden Männer ist den Mädchen nichts Schlimmeres passiert. Der Unbekannte konnte gefasst werden.

(Ehrung: Hannoverscher Preis der Zivilcourage verliehen. Geistesgegenwärtig haben zwei Hannoveraner im Dezember zwei Kinder vor einem Sextäter beschützt. Am Mittwoch, am Tag der Zivilcourage, erhielten sie dafür einen Preis, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 7. Juli 2011, online hier.)

 

Schreien gegen Rassismus

Abends in der Straßenbahn schlägt plötzlich ein Mann unvermittelt auf einen anderen Fahrgast ein und beleidigt ihn rassistisch.

Eine Frau schreit den Täter an. Der Mann hört auf zu prügeln.

(München: Rassismus: Unbekannter verprügelt und bepöbelt Mann aus Uganda, Augsburger Allgemeine vom 21. Juni 2013, online hier.)

Abends auf der Straße

Abends auf der Straße. Drei Jugendliche schlagen auf einen vierten ein.

Zwei Radfahrer_innen kommen vorbei und halten an: “Alles ok bei euch?” Die drei Jugendlichen lassen von dem vierten ab.

Aber einer kommt auf einen Radfahrer zu: “Ey, brauchst du ne Brille?” – “Nein, brauche ich nicht.”

(Von Besucher_innen eines Infostandes erzählt, Mai 2013)