In einer Bahn…

In einer Bahn greifen zwei Männer einen anderen Fahrgast an. Eine Rentnerin sieht das und ruft laut: “Hört auf, lasst ihn in Frieden!”

Die Männer hören nicht auf. Die Rentnerin drückt daraufhin den Notknopf, um mit dem Fahrer zu sprechen. Die zwei Männer steigen an der nächsten Haltestelle aus und fliehen.

(“Ich bin ein Held. Was ist mit dir? Aktionswoche zu mehr Zivilcourage gestartet, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 17. September 2012, online hier.)

Aufmerksamkeit verhindert eine Sexualstraftat

Zwei Mädchen steigen in Begleitung eines unbekannten Mannes in einen Bus ein. Auf zwei andere Fahrgäste wirkt die Situation befremdlich, intuitiv schalten beide ihre Musik aus und sind aufmerksam.

“Schließlich fragt der Unbekannte die Mädchen, wo sie wohnen, wo sie hinwollen, bietet ihnen an, sie mit zu sich nach Hause zu nehmen, und [einer der Fahrgäste] merkt auf. Als der Mann den Mädchen sagt, er werde mit ihnen aussteigen, wo immer das auch sei, zieht [er] sein Smartphone aus der Tasche und tippt eine Nachricht hinein: „Ihr braucht keine Angst zu haben, ich bin bei euch“, schreibt er. Und: „Wenn er mit euch aussteigt, steige ich mit aus.“ In einem unbeobachteten Moment tippt [er] seine Sitznachbarin an und hält ihr das Telefon hin.”

Der andere aufmerksame Fahrgast macht aus sicherer Entfernung ein Handyfoto von dem Mann und steigt an seiner Haltestelle nicht aus, sondern fährt weiter mit und beobachtet die Situation.

Als die beiden Mädchen aussteigen, geht der Unbekannte hinterher. Die beiden Fahrgäste steigen mit aus, einer spricht einen anderen Aussteigenden an und stellt fest, dass dieser auch aufmerksam geworden ist.

Einer von ihnen ruft die Polizei und verfolgt den Unbekannten, der andere wartet mit den Mädchen, bis die Polizei eintrifft.

Dank dem Eingreifen der beiden Männer ist den Mädchen nichts Schlimmeres passiert. Der Unbekannte konnte gefasst werden.

(Ehrung: Hannoverscher Preis der Zivilcourage verliehen. Geistesgegenwärtig haben zwei Hannoveraner im Dezember zwei Kinder vor einem Sextäter beschützt. Am Mittwoch, am Tag der Zivilcourage, erhielten sie dafür einen Preis, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 7. Juli 2011, online hier.)

 

Schreien gegen Rassismus

Abends in der Straßenbahn schlägt plötzlich ein Mann unvermittelt auf einen anderen Fahrgast ein und beleidigt ihn rassistisch.

Eine Frau schreit den Täter an. Der Mann hört auf zu prügeln.

(München: Rassismus: Unbekannter verprügelt und bepöbelt Mann aus Uganda, Augsburger Allgemeine vom 21. Juni 2013, online hier.)