“Lassen Sie die Schaffnerin in Ruhe”

“Ein stark betrunkener Mann mit einem großen Hund im Schlepptau weigerte sich, ihr [= der Zugbegleiterin] die Fahrkarte zu zeigen. Er fing an, sie wüst zu beschimpfen.

Da baute sich ein etwa 14-jähriger Junge vor dem Mann auf und schrie: “Lassen Sie die Schaffnerin in Ruhe”. Darauf hin war der Betrunkene so verblüfft, dass er an der nächsten Station wortlos ausstieg.”

(Friederike Ostermeyer: Das Leben fährt mit. Bahn-Kundenbetreuerin Julia Simon erlebt Anrührendes und Aufregendes. In: Magdeburger Volksstimme vom 16.03.2013, Wochenend-Magazin S. I.)